Hauptaltar
Nehmen wir uns jetzt den Hauptaltar vor, der sich in der Mitte des Presbyteriums befindet. Obwohl er während der Bombenangriffe des Jahres 1944 beschädigt wurde, konnte er fast völlig auf die ursprüngliche Weise wiederhergestellt werden. Am 24. Oktober 1964 wurde er von Papst Paul VI, gleichzeitig mit der wiederaufgebauten Basilika eingeweiht.
Und da sind wir auch schon am Hauptaltar angelangt, der sehr reich verziert und mit Statuen belebt ist. Wie die lateinische Inschrift des Abtes A. Della Noce (1691), die in eine Art "Schriftrolle" aus schwarzem Marmor eingraviert ist, besagt,
| "wurden der Hl. Benedikt und die Hl. Scholastika während ihres irdischen Daseins nie getrennt, indem eine fortwährende geistige Beziehung bestand, und so sind sie auch im Tode körperlich vereint" |
Gerade hier, zur Linken des Marmorsterns, ist die Bronzeurne aufgestellt, die die sterblichen Reste der beiden Heiligen enthält. Dieser verehrungswürdige Ort ist trotz des langen Zeitraums, der inzwischen verstrichen ist, und der vielfachen Zerstörung derselbe geblieben, den der Hl. Benedikt damals für sich und seine Schwester Scholastika anlegen ließ. Im 2. Weltkrieg geschah auch das, daß sich eine Bombe der Luftabwehr in die beiden kleinen Stufen vor dem Altar eingrub, wobei es aber nicht zu einer Explosion kam.
Während der Wiederaufbauarbeiten wurde das Grab geöffnet und man unterzog die sterblichen Überreste der beiden Heiligen einer kirchlichen und medizinischen Prüfung, wodurch die Echtheit dieser Reliquien noch einmal bestätigt wurde.
Der Zerstörung entging ebenfalls das Kupferbild G. Cesari, den man den "Ritter von Arpino" nennt (17. Jh.) und der auf diesem Bild den Hl. Benedikt und die Hl. Scholastika im Stadium der Ruhe darstellt. Auf der Konsole findet sich ein zartes Leinwandgemälde, auf dem die Madonna, die "Mater Purissima" (die allerreinste Mutter), zu sehen ist und das dem Maler G. Sarnelli aus der neapolitanischen Schule des 18. Jahrhunderts zugeschrieben wird.
Der Entwurf des Altars geht wie auch die Skulpturen der beiden seitlichen Karyatiden auf C. Fanzago zurück. Das Antependium mit Hochreliefs in Silber stammt von dem Bildhauer A. Selva und wurde im Jahre 1970 fertiggestellt. Auf dem Altar ist ein Kruzifix aus Elfenbein aus dem 17. Jahrhundert zu sehen, während der Entwurf der Leuchter und der Krüge für Laubwerk L. Giordano zugeschrieben wird.
Bilder die auf dieser Seite zur Verfügung stehen:
Man kann nun das folgende besuchen:
oder man kann zurück zum Abtei Plan oder zum Plan der Basilika.
Hauptaltar
Bild vom Hauptaltar, wie man ihn vom Mittelschiff sieht (373x400, 105K)
Hauptaltar
Bild vom Hauptaltar, wie man ihn vom Presbyterium sieht (379x423, 116K)